Die Weihnachtsfeier im Glashaus

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In dem Wichtelpäckchen lag kein Duftkerzenset und keine Tasse mit lustigem Spruch, sondern eine einzelne, blutrote Kamelienblüte auf schwarzem Seidenpapier und ein Zettel, auf dem in einer Handschrift, die ich nicht kannte, nur drei Zeilen standen.

Kamelienhaus. 23 Uhr. Nur, wenn du willst.

Ich klappte den Deckel so schnell wieder zu, dass Bettina aus der Buchhaltung neben mir neugierig den Hals reckte.

„Und? Was hast du?“

„Badesalz“, sagte ich. „Lavendel.“

„Oh, wie langweilig“, sagte sie mitfühlend und wandte sich wieder ihrem eigenen Päckchen zu, einem Flaschenöffner in Form eines Rentiers.

Ich bin Hanna, 36 Jahre alt, und seit vier Jahren Controllerin bei einer Baumschule im Alten Land, südlich der Elbe. Wir sind kein kleiner Betrieb: neunzig Mitarbeiter, zwanzig Hektar Freiland, und dazu die großen Gewächshäuser, in denen wir Zitruspflanzen, Oliven und Kamelien für ganz Norddeutschland überwintern und verkaufen. Die Weihnachtsfeier findet jedes Jahr im größten davon statt, dem Verkaufshaus, zwischen Feigenbäumen und Lorbeerkugeln, unter einem Glasdach, auf dem in diesem Dezember zum ersten Mal seit Jahren eine dünne Schicht Schnee lag.

Ich sah mich um. Lichterketten in den Olivenbäumen. Lange Tische mit weißen Decken, Grünkohl und Bratkartoffeln, ein Topf mit Glühwein und ein zweiter, an dem ein handgeschriebenes Schild verkündete: Ohne Prozente. Für die Fahrer. An dem hatte ich mich den ganzen Abend bedient, weil ich mit dem Auto da war und um Mitternacht nach Hause wollte.

Neunzig Menschen in Strickpullovern und Weihnachtsmützen. Und irgendwo unter ihnen einer, der wusste, dass ich die Kamelien liebte.

Ich wusste, wer es war. Ich hatte es gewusst, bevor ich den Zettel zu Ende gelesen hatte.

Elias Brandt stand am anderen Ende des Gewächshauses, an einen Pfeiler gelehnt, ein Glas Wasser in der Hand, und unterhielt sich mit zwei Kollegen aus dem Versand, die beide mindestens einen Kopf kleiner waren als er. Er war 39 und leitete seit zwei Jahren die Abteilung für Kübelpflanzen. Gärtnermeister. Groß und schmal, mit hellbraunen Haaren, die immer ein bisschen zu lang waren, einem kurzen Bart und Augen, deren Farbe ich nicht beschreiben konnte, ohne kitschig zu werden. Er trug, wie jeden Tag, ein dunkelgrünes Arbeitshemd mit hochgekrempelten Ärmeln, auch heute, auf der Weihnachtsfeier, als hätte er vergessen, dass man sich dafür umzieht.

Er sah nicht zu mir herüber. Kein einziges Mal. Und genau daran merkte ich, dass er es war.

Zwischen uns war nie etwas passiert. Jedenfalls nichts, was man irgendjemandem hätte erzählen können. Zwei Jahre lang hatten wir uns in Budgetbesprechungen gegenübergesessen und über Heizkosten gestritten. Ich hatte ihm vorgerechnet, dass das alte Kamelienhaus am Ende des Geländes mehr Gas verbrauchte, als es einbrachte, und er hatte mich angesehen, ruhig, ein wenig traurig, und gesagt: „Kommen Sie im Februar vorbei, wenn sie blühen. Dann reden wir noch mal über Zahlen.“

Ich war im Februar vorbeigekommen.

Ich war in dieses Glashaus getreten, ein altes Ding aus den Zwanzigerjahren mit eisernen Sprossen und beschlagenen Scheiben, und es war, als hätte jemand die Welt umgedreht. Draußen grauer Hamburger Winter, drinnen Hunderte Kamelien in voller Blüte. Weiß, rosa, gestreift, und ganz hinten eine alte Pflanze, fast so hoch wie das Dach, über und über bedeckt mit tiefroten Blüten, die so perfekt aussahen, dass ich sie für künstlich gehalten hätte, wenn nicht ein paar davon auf den Boden gefallen wären.

„Die heißt Adolphe Audusson“, hatte er gesagt. „Sie ist neunzig Jahre alt. Älter als jeder hier im Betrieb.“

Ich hatte die Zahlen danach nicht mehr erwähnt. Das Kamelienhaus wurde weiter beheizt.

Seitdem hatte es Blicke gegeben. Ein Kaffee, den er mir ohne Nachfrage so hinstellte, wie ich ihn trinke. Eine Bemerkung von mir über seine Hände, die schmutziger waren als die aller anderen Abteilungsleiter zusammen, und die Art, wie er dabei gelächelt hatte. Ein Abend im Sommer, an dem wir als Letzte auf dem Parkplatz standen und zwanzig Minuten über nichts redeten, bis die Mücken uns vertrieben. Nie mehr. Er war keiner, der sich vordrängte. Und ich war eine, die sich seit ihrer Trennung vor zwei Jahren angewöhnt hatte, gar nichts mehr zu wollen.

Um halb elf hielt Herr Feldmann, der Chef, seine Rede. Um Viertel vor elf sang die Hälfte der Belegschaft „Last Christmas“, und die andere Hälfte filmte sie dabei. Um zehn vor elf sagte ich zu Bettina, dass ich frische Luft brauche.

Draußen war es kalt und still. Der Schnee knirschte unter meinen Stiefeln. Hinter mir verschwammen die Lichter des Verkaufshauses und das Gelächter, vor mir lag das Gelände im Dunkeln, nur die Wege schwach beleuchtet von den Lampen an den Gewächshäusern. Ich ging an den Folientunneln vorbei, an der Topfmaschine, an den Reihen junger Apfelbäume, die eingepackt wie Mumien auf den Frühling warteten. Mein Herz klopfte so laut, dass ich es in den Ohren hörte.

Ich hätte umdrehen können. Der Zettel ließ mir die Wahl. Das war es, was mich am meisten bewegte: dass er mir die Wahl gelassen hatte.

Das Kamelienhaus lag ganz am Ende, hinter einer Hecke aus Kirschlorbeer, unsichtbar vom Rest des Geländes. Die Scheiben waren von innen beschlagen und leuchteten schwach, ein warmes, goldenes Licht, wie eine Laterne im Schnee. Die Tür war angelehnt.

Ich trat ein.

Die Wärme traf mich wie eine Umarmung. Feucht, weich, ein Geruch nach nasser Erde und Moos und dem leisen, fast unmerklichen Duft der Blüten. Im Dezember war die Hauptblüte noch nicht da, aber die frühen Sorten blühten schon, und an der alten Adolphe hinten hingen die ersten roten Blüten wie Lampions. Auf dem Glasdach lag Schnee, und das Licht der einzigen Lampe, die brannte, fiel in Kegeln zwischen die Pflanzen.

Er stand unter der alten Kamelie, die Hände in den Hosentaschen.

„Du bist gekommen“, sagte er.

„Du hast mich gezogen“, sagte ich. „Beim Wichteln. War das Zufall?“

„Nein.“ Er lächelte. „Ich habe mit Jens aus dem Lager getauscht. Er hatte deinen Namen. Er hat jetzt Feldmann und muss ihm etwas Originelles schenken. Das wird er mir nie verzeihen.“

Ich musste lachen. Und dann stand ich da, in meinem Mantel, mit Schnee auf den Stiefeln, und wusste nicht, was ich mit meinen Händen anfangen sollte.

„Hanna.“ Er kam einen Schritt auf mich zu, nicht mehr. „Ich will ehrlich sein. Ich denke seit dem Februar an dich. Jeden Tag. Ich habe keine Ahnung, ob das eine gute Idee ist. Wir arbeiten zusammen. Wenn du jetzt sagst, dass du nur eine Kamelie anschauen wolltest, dann zeige ich dir die Kamelien, und wir gehen zurück, und am Montag ist alles wie immer.“

„Und wenn ich das nicht sage?“

Er sah mich an, lange. „Dann würde ich dich gern küssen.“

Ich zog meinen Mantel aus und legte ihn über eine Pflanzbank. Darunter trug ich ein schwarzes Wollkleid, eng, knielang, das ich an diesem Abend dreimal an- und wieder ausgezogen hatte, bevor ich losgefahren war. Ich trat einen Schritt auf ihn zu. Dann noch einen. Bis ich so nah vor ihm stand, dass ich den Duft seines Hemdes roch, Waschpulver und Erde.

„Ja“, sagte ich. „Küss mich.“

Er nahm mein Gesicht in beide Hände, so vorsichtig, als wäre es aus Glas, und küsste mich. Langsam. Seine Lippen waren warm, sein Bart kratzte ein wenig an meinem Kinn, und er schmeckte nach Orangen und Zimt, nach dem alkoholfreien Punsch, von dem ich wusste, dass auch er ihn den ganzen Abend getrunken hatte. Er habe nachts noch nach der Heizung zu sehen, hatte er Bettina vorhin erklärt. Erst jetzt verstand ich, dass das nur die halbe Wahrheit gewesen war.

Ich legte die Arme um seinen Nacken und zog ihn näher. Der zweite Kuss war nicht mehr vorsichtig. Er drängte mich zurück, bis ich das Holz der Pflanzbank an meinen Oberschenkeln spürte, und küsste mich, bis mir die Knie weich wurden, und ich hatte vergessen, dass man so küssen kann. Mit allem. Mit dem ganzen Körper.

Über uns knackte das Glas leise unter dem Schnee. Irgendwo tropfte Wasser. Und ganz weit weg, kaum noch zu hören, sangen neunzig Menschen „Feliz Navidad“.

„Die Tür“, flüsterte ich.

Er ließ mich los, ging zur Tür und drehte den Schlüssel um. Dann knipste er die Lampe aus. Für einen Moment war es dunkel, und dann gewöhnten sich meine Augen daran, und ich sah, dass es gar nicht dunkel war. Der Schnee auf dem Dach leuchtete. Von draußen fiel das Licht der Wegelampen bläulich durch die beschlagenen Scheiben, und alles im Glashaus, die Blätter, die Blüten, sein Gesicht, war in ein weiches, silbernes Licht getaucht, in dem nichts scharf war und alles schön.

„So“, sagte er leise, als er zu mir zurückkam. „Jetzt sieht uns keiner. Nur die Kamelien.“

„Die verraten nichts?“

„Die haben schon ganz andere Dinge gesehen. Mein Onkel hat hier meiner Tante einen Antrag gemacht.“

„Willst du mir einen Antrag machen?“

„Heute nicht“, sagte er und zog mir den Reißverschluss des Kleides herunter.

Seine Finger glitten an meiner Wirbelsäule entlang, Wirbel für Wirbel, und hinterließen eine Spur aus Gänsehaut. Das Kleid rutschte mir von den Schultern. Ich stieg hinaus, und plötzlich stand ich in Unterwäsche und Strumpfhose vor ihm, in einem Gewächshaus, mitten im Dezember, und mir war nicht kalt. Mir war heiß. Die feuchte Wärme legte sich auf meine Haut wie ein zweiter Körper.

Er sah mich an. Er sah mich so lange an, dass ich unruhig wurde.

„Was?“

„Ich versuche mir zu merken, wie du gerade aussiehst“, sagte er. „Für den Fall, dass ich morgen aufwache und das alles nicht passiert ist.“

Ich knöpfte ihm das Hemd auf. Meine Finger zitterten, und ich brauchte zu lange, und er lachte leise und half mir nicht. Darunter war er schmal und fest, die Haut blass, nur die Unterarme braun von den Jahren draußen zwischen den Kübeln. Ich legte die Hände flach auf seine Brust und spürte sein Herz. Es schlug genauso schnell wie meins.

Er hob mich auf die Pflanzbank. Der Mantel unter mir war weich, das Holz darunter hart. Er stellte sich zwischen meine Knie und küsste meinen Hals, die Schulter, die Kuhle über dem Schlüsselbein. Er öffnete meinen BH, und als seine Lippen meine Brust fanden, legte ich den Kopf in den Nacken und sah durch das Glas hinauf in den Schnee. Er küsste mich, als hätte er dafür alle Zeit der Welt. Er umkreiste meine Brustwarze mit der Zunge, bis sie hart wurde, nahm sie zwischen die Lippen, ließ sie los, und jedes Mal, wenn er es tat, zog sich irgendetwas tief in meinem Bauch zusammen.

„Elias“, sagte ich. Nur seinen Namen. Es war das erste Mal, dass ich ihn so aussprach.

Er kniete sich vor die Bank. Er rollte mir die Strumpfhose über die Hüften und die Beine hinunter, langsam, küsste jede Stelle, die er freilegte, die Hüfte, die Innenseite des Oberschenkels, das Knie, den Knöchel. Dann den Slip. Und dann sah er zu mir hoch.

„Darf ich?“

„Wenn du jetzt aufhörst, sage ich Feldmann, dass das Kamelienhaus abgerissen werden muss.“

Er lachte, ein tiefes, warmes Lachen, das ich an meinem Oberschenkel spürte, und dann hörte er auf zu lachen und legte seinen Mund auf mich.

Ich hatte zwei Jahre lang niemanden so nah an mich herangelassen. Ich hatte vergessen, wie das ist. Er war langsam und geduldig, und er hörte zu. Nicht auf meine Worte, ich hatte keine mehr, sondern auf meinen Atem, auf meine Hüften, auf meine Hand in seinen Haaren. Er fand heraus, was ich mochte, schneller als jeder Mann vor ihm. Breite, weiche Bewegungen mit der flachen Zunge, dann die Zungenspitze um meinen Kitzler, kreisend, ganz leicht, bis ich die Hüften hob und mehr wollte. Dann ein Finger in mir, langsam, und dann ein zweiter, gekrümmt, und ich krallte mich mit der freien Hand an der Kante der Pflanzbank fest.

Ich kam mit seinem Namen auf den Lippen, unter einem Dach aus Schnee, und irgendwo hinter mir fiel eine Kamelienblüte zu Boden, so leise, dass ich es mir vielleicht nur eingebildet habe.

Als er aufstand, zog ich ihn zu mir heran und küsste ihn und schmeckte mich selbst auf seinen Lippen. Meine Hände fanden seinen Gürtel, die Knöpfe seiner Hose. Er war hart, so hart, dass er zusammenzuckte, als ich ihn berührte. Ich schloss die Hand um ihn und bewegte sie langsam, und er lehnte die Stirn an meine Schulter und atmete schwer.

„Hast du …“, fing ich an.

Er griff in die Brusttasche seines Hemdes, das über dem Rand der Bank hing, und zog ein Kondom heraus. Ich sah ihn an.

„In der Brusttasche? Den ganzen Abend?“

„Seit dem Wichteln“, sagte er. „Ich hab nicht damit gerechnet. Ich habe es gehofft.“

Ich nahm es ihm aus der Hand und rollte es ihm über, langsam, und er sah mir dabei zu, mit diesem Blick, als könnte er immer noch nicht glauben, dass das gerade passiert.

Dann zog ich ihn an mich.

Er drang in mich ein, und wir hielten beide den Atem an. Für einen Moment rührte sich keiner von uns. Er war ganz in mir, seine Stirn an meiner, seine Hände an meinen Hüften, und ich spürte, wie er zitterte.

„Alles gut?“, flüsterte er.

„Alles gut“, flüsterte ich. „Beweg dich. Bitte.“

Er bewegte sich. Langsam, tief, mit dieser Geduld, die mich schon in jeder Budgetbesprechung wahnsinnig gemacht hatte und die mich jetzt auf eine ganz andere Art wahnsinnig machte. Ich schlang die Beine um ihn. Die Bank knarrte bei jedem Stoß. Über uns rutschte ein Stück Schnee vom Dach und fiel mit einem weichen Plumpsen auf den Boden draußen, und wir lachten beide, atemlos, und hörten nicht auf.

Es war das langsamste, das schönste, das geduldigste Mal, das ich je erlebt habe. Er küsste mich die ganze Zeit. Er sagte mir Dinge, die mir noch nie jemand gesagt hatte. Dass er an mich gedacht habe, jeden Morgen, wenn er die Heizung im Kamelienhaus kontrollierte. Dass er sich im Sommer auf dem Parkplatz extra Zeit gelassen hatte, den Kofferraum aufzuräumen, nur damit ich nicht wegfahre. Dass ich roch wie die weißen Kamelien in der dritten Reihe, nach fast nichts und nach allem.

Und als ich das zweite Mal kam, langsam, wie eine Welle, die sich aufbaut und nicht bricht, sondern einfach immer weiter steigt, hielt er mich fest, und kurz danach kam auch er, mit dem Gesicht an meinem Hals und einem leisen, heiseren Laut, der mehr Atem war als Stimme.

Wir blieben lange so. Die Stirn aneinander, sein Atem auf meiner Haut. Draußen hatte das Singen aufgehört. Durch das Glas sah ich, dass es wieder schneite, dicke, langsame Flocken, die auf das Dach fielen und dort liegen blieben.

„Und jetzt?“, fragte ich irgendwann.

„Jetzt ziehen wir uns an“, sagte er. „Du gehst zurück und sagst, du hättest frische Luft gebraucht. Ich komme in zehn Minuten nach und sage, ich habe die Heizung kontrolliert. Und am Montag streiten wir uns in der Besprechung über die Gaskosten.“

„Und dann?“

Er strich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht. „Dann lasse ich dir jeden Freitag eine Kamelie auf den Schreibtisch legen. Und wenn eine draufliegt, weißt du, dass ich auf dich warte. Hier. Um sieben. Und du entscheidest, ob du kommst.“

„Heimlich.“

„Heimlich. Bis du es anders willst.“

Ich habe an diesem Abend nichts mehr gesagt. Ich habe ihn noch einmal geküsst, mich angezogen, die Strumpfhose in die Manteltasche gestopft, weil sie nicht mehr zu retten war, und bin barfuß in meinen Stiefeln durch den Schnee zurückgegangen. Im Verkaufshaus hat mich Bettina angesehen, meine roten Wangen, meine zerzausten Haare, und gesagt: „Mensch, du warst ja ewig draußen. Ist dir nicht kalt?“

„Nein“, habe ich gesagt. „Überhaupt nicht.“

Das ist jetzt zehn Monate her. Niemand weiß es. Bettina nicht, Feldmann nicht, Jens aus dem Lager schon gar nicht. Wir streiten uns weiter über Heizkosten, und ich glaube, wir genießen es beide ein bisschen zu sehr. Und jeden Freitag, wenn ich ins Büro komme, liegt eine Kamelie auf meinem Schreibtisch. Weiß, rosa, gestreift. Im Sommer, als keine blühten, war es ein Zweig mit Knospen.

Ich bin noch kein einziges Mal nicht gekommen.

Die rote Blüte aus dem Wichtelpäckchen habe ich gepresst, als sie welk wurde. Sie liegt in meiner Schreibtischschublade, zwischen den Seiten des Jahresberichts.

Im Kapitel über die Gaskosten.

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